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Botox: Ablauf, Wirkung & Risiken einer Faltenunterspritzung

Geprüft vonÄsthetikAtlas Redaktion· Redaktionsteam

Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2026.

Eine Botox-Behandlung läuft in vier Schritten ab: ärztliche Beratung, Markierung der Muskelpunkte, Injektion in 10–15 Minuten und Nachsorge. Die Wirkung setzt nach 3–7 Tagen ein, das Endergebnis zeigt sich nach 14 Tagen und hält 4–6 Monate. Mögliche Risiken sind Hämatome, Kopfschmerzen und selten ein hängendes Augenlid. In Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht behandelt.

Wie läuft eine Botox-Behandlung ab?

Eine Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin A ist ein kurzer ambulanter Eingriff. Vor der eigentlichen Injektion steht immer ein ärztliches Gespräch, in dem Wunschareale, mimische Muskelaktivität, Vorerkrankungen und Erwartungen geklärt werden. Anschließend markiert die behandelnde Ärztin die exakten Injektionspunkte.

Die Injektion selbst dauert nur 10–15 Minuten. Mit einer sehr feinen Nadel wird das Präparat – etwa Vistabel, Bocouture, Azzalure oder Dysport – in die markierten Muskeln gesetzt. Eine Betäubung ist in der Regel nicht erforderlich; die meisten Behandelten empfinden nur einen leichten Pieks. Danach kannst du sofort wieder in den Alltag zurück.

PhaseZeit / Dauer
Beratung & Aufklärung15–30 Minuten
Markierung der Muskelpunktewenige Minuten
Injektion10–15 Minuten
WirkungseintrittTag 3–7
Endergebnisnach ca. 14 Tagen

Einheiten je Zone

Wie viel Botulinumtoxin gesetzt wird, hängt von der Zone und der individuellen Muskelstärke ab:

ZoneBotox-EinheitenHaltbarkeit
Zornesfalte (Glabella)~10–204–6 Mon
Stirnfalten~10–204–6 Mon
Krähenfüße~10–243–4 Mon

Die genauen Preise pro Zone stehen in der Botox-Kostenübersicht.

Wirkung & Haltbarkeit

Botox wirkt nicht sofort. Die Muskelentspannung baut sich langsam auf: Erste Veränderungen bemerkst du nach 3–7 Tagen, das Endergebnis nach etwa 14 Tagen. So lange sollte man auch mit der Beurteilung warten, bevor eventuell nachkorrigiert wird.

Die Wirkung hält im Durchschnitt 4–6 Monate. Danach baut der Körper das Botulinumtoxin ab, die Muskelaktivität kehrt zurück und die Falten werden wieder sichtbar. Mit regelmäßigen Auffrischungen – meist 2–3 Mal pro Jahr – lässt sich das Ergebnis dauerhaft halten. Bei wiederholter Behandlung kann sich der Muskel langfristig „abtrainieren", sodass die Abstände teils länger werden.

Nachsorge: Was nach der Behandlung wichtig ist

Botox erfordert kaum Ausfallzeit, einige Regeln verbessern aber das Ergebnis. Für etwa 24 Stunden solltest du auf intensiven Sport, Sauna, Solarium und starke Hitze verzichten und die behandelten Stellen nicht reiben oder massieren, damit sich der Wirkstoff nicht ungewollt verteilt. Aufrechte Körperhaltung in den ersten Stunden und der Verzicht auf blutverdünnende Mittel rund um den Termin senken das Risiko für Hämatome.

Risiken & Nebenwirkungen

In geübter Hand gilt die Behandlung als in der Regel gut verträglich, dennoch sind Nebenwirkungen möglich. Häufig sind kleine Hämatome und Rötungen an den Einstichstellen sowie Kopfschmerzen in den ersten Tagen. Seltener treten ein hängendes Augenlid (Ptosis), eine hochgezogene Augenbraue oder eine vorübergehende Asymmetrie auf – meist Folge einer ungünstig platzierten Injektion, die sich innerhalb weniger Wochen zurückbildet. Bei Überdosierung kann der Ausdruck maskenhaft wirken. Die DGBT betont, dass eine korrekte anatomische Platzierung durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte solche Komplikationen deutlich reduziert.

Kontraindikationen

Nicht behandelt werden sollte in Schwangerschaft und Stillzeit, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen. Ebenfalls ausgeschlossen ist die Anwendung bei neuromuskulären Erkrankungen wie Myasthenia gravis, bei bekannter Allergie gegen Botulinumtoxin A sowie bei einer akuten Infektion oder Entzündung im Behandlungsareal. Bestimmte Medikamente, etwa Muskelrelaxanzien oder bestimmte Antibiotika, können die Wirkung beeinflussen – deshalb gehört eine vollständige Medikamentenanamnese zur Beratung. Einen Gesamtüberblick zur Methode gibt die Pillar-Seite zur Faltenunterspritzung; eine geeignete Praxis findest du über unsere Empfehlungsliste.

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Risiken & Nebenwirkungen

  • Hämatome und Rötungen an den Einstichstellen
  • Kopfschmerzen in den ersten Tagen nach der Behandlung
  • hängendes Augenlid (Ptosis) bei falsch platzierter Injektion
  • vorübergehende Asymmetrie oder ein maskenhafter Ausdruck bei Überdosierung

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • neuromuskuläre Erkrankungen wie Myasthenia gravis
  • Allergie gegen Botulinumtoxin A oder Inhaltsstoffe des Präparats
  • akute Hautinfektion oder Entzündung im Behandlungsareal

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Wie läuft eine Botox-Behandlung ab?+

Nach ärztlicher Beratung und Markierung der Muskelpunkte wird das Botulinumtoxin in 10–15 Minuten mit einer feinen Nadel injiziert. Eine Betäubung ist meist nicht nötig.

Wann wirkt Botox?+

Erste Effekte zeigen sich nach 3–7 Tagen, das Endergebnis nach etwa 14 Tagen. Die Wirkung hält im Schnitt 4–6 Monate.

Welche Risiken hat Botox?+

Möglich sind Hämatome, Rötungen und Kopfschmerzen. Selten kommt es zu einem hängenden Augenlid (Ptosis), das sich meist innerhalb weniger Wochen zurückbildet.

Was darf man nach Botox nicht tun?+

Für etwa 24 Stunden sollte man Sport, Sauna, starke Hitze und das Reiben der behandelten Stellen meiden, um eine Verteilung des Wirkstoffs zu vermeiden.

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