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Facelift & Gesichtsstraffung: Methoden, Kosten, Ablauf & Risiken

Geprüft vonÄsthetikAtlas Redaktion· Redaktionsteam

Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2026.

Ein Facelift strafft erschlafftes Gesichts- und Halsgewebe. Operativ reichen die Methoden vom Mini-/MACS-Lift (4.000–8.000 €) über das komplette SMAS-Facelift (8.000–15.000 €) bis zum Hals-Lift (5.000–9.000 €). Ohne OP straffen Fäden, HIFU und Filler (Liquid Facelift, 500–3.000 €). Eine OP dauert 2–4 Stunden, das Ergebnis hält rund 8–10 Jahre.

Was ist ein Facelift?

Ein Facelift (Rhytidektomie) ist eine Gesichtsstraffung, die erschlafftes Haut- und Bindegewebe an Wangen, Kieferlinie und Hals wieder anhebt. Anders als ein Filler, der nur Volumen ergänzt, strafft ein Facelift die abgesunkenen Gewebeschichten. Moderne Techniken arbeiten nicht nur an der Haut, sondern vor allem an der darunterliegenden Muskel-Faszien-Schicht, dem SMAS (superfizielles muskuloaponeurotisches System). Dadurch wirkt das Ergebnis natürlicher und hält länger.

Es gibt nicht „das eine" Facelift. Je nach Ausmaß der Erschlaffung, Areal und Alter kommen unterschiedliche operative und nicht-operative Verfahren infrage. Die Fachgesellschaften DGPRÄC und DGÄPC zählen das Facelift zu den anspruchsvollsten ästhetischen Eingriffen, der in die Hand erfahrener Fachärztinnen und Fachärzte für Plastische Chirurgie gehört.

Die Methoden im Überblick

Vom kleinen Eingriff bis zur kompletten OP – die wichtigsten Verfahren:

  • SMAS-Facelift / Deep Plane: das klassische komplette Facelift. Es strafft Haut und SMAS-Schicht und korrigiert ausgeprägte Erschlaffung an Wangen und Kieferlinie. Die Deep-Plane-Technik löst tiefere Schichten und gilt als besonders nachhaltig.
  • Mini-Lift / MACS-Lift: ein schonenderes Verfahren mit kürzeren Schnitten vor dem Ohr, geeignet für leichte bis mittlere Erschlaffung im unteren Gesichtsdrittel. Kürzere OP- und Heilungszeit als das komplette Facelift.
  • Hals-Lift (Platysmaplastik): strafft gezielt erschlaffte Halshaut und das Platysma („Truthahnhals"), oft in Kombination mit einem Facelift.
  • Liquid Facelift (ohne OP): Kombination aus Hyaluron-Filler, Fadenlifting (PDO) und HIFU (hochintensiver fokussierter Ultraschall). Es strafft und füllt ohne Skalpell, eignet sich aber nur bei leichter Erschlaffung.

Welche Methode für welches Alter und Areal?

Die Wahl hängt von Ausmaß der Erschlaffung, betroffenem Areal und Alter ab:

  • Ab ca. 35–45 Jahren, leichte Erschlaffung: minimalinvasive Verfahren wie Fadenlifting (PDO-Fäden), HIFU oder Filler als Liquid Facelift reichen oft aus.
  • Ab ca. 45–55 Jahren, mittlere Erschlaffung im unteren Gesicht: ein Mini-/MACS-Lift strafft Kieferlinie und Wangen mit überschaubarer Ausfallzeit.
  • Ab ca. 50–65 Jahren, ausgeprägte Erschlaffung: das komplette SMAS-Facelift oder Deep Plane, bei Bedarf mit Hals-Lift kombiniert.

Kosten-Kurzüberblick

Die Kosten richten sich vor allem nach Methode, Umfang und Narkoseart. Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick:

MethodePreisOP-DauerHaltbarkeit
Liquid Facelift (ohne OP)500–3.000 €30–60 Min6–18 Mon
Mini-/MACS-Lift4.000–8.000 €1,5–2,5 h5–8 Jahre
Hals-Lift5.000–9.000 €2–3 h8–10 Jahre
SMAS-Facelift komplett8.000–15.000 €2–4 h8–10 Jahre

Eine ausführliche Aufschlüsselung steht auf der Seite zu den Facelift-Kosten.

Ablauf, Heilung und Haltbarkeit

Ein operatives Facelift erfolgt in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf und dauert je nach Umfang 2–4 Stunden. Die Schnittführung verläuft unauffällig entlang von Haaransatz und Ohr. Nach der OP sind meist 1–2 Nächte stationärer Aufenthalt üblich, Drainagen und ein Kopfverband unterstützen die Heilung. Eine Schwellung und Blutergüsse klingen über 2–3 Wochen ab; das endgültige Ergebnis zeigt sich nach einigen Monaten. Ein SMAS-Facelift hält in der Regel rund 8–10 Jahre. Den genauen Ablauf beschreibt die Seite zum Facelift-Ablauf.

Facelift vs. Fadenlifting vs. Filler

Die drei Verfahren lösen unterschiedliche Probleme:

  • Facelift-OP strafft Haut und SMAS und ist die Lösung bei ausgeprägter Erschlaffung – mit der längsten Haltbarkeit, aber auch OP-Risiko und Ausfallzeit.
  • Fadenlifting hebt das Gewebe mit resorbierbaren PDO-Fäden an – ideal bei leichter bis mittlerer Erschlaffung, ohne OP. Mehr im Fadenlifting-Überblick.
  • Hyaluron-Filler füllen Volumen auf und glätten Falten, straffen aber nicht. Mehr im Hyaluron-Überblick.

Oft werden minimalinvasive Verfahren als Liquid Facelift kombiniert, um eine OP hinauszuzögern.

Risiken und Kontraindikationen

Ein Facelift ist ein operativer Eingriff und in erfahrenen Händen in der Regel gut beherrschbar, dennoch gibt es mögliche Risiken: Nachblutung und Hämatome, Verletzung des Nervus facialis mit vorübergehender oder selten bleibender Mimikschwäche, sichtbare Narben entlang Haaransatz und Ohr, Haarausfall an den Schnittkanten, Taubheitsgefühl der Haut sowie Wundheilungsstörungen oder Infektionen. Nicht geeignet ist der Eingriff unter anderem bei Blutgerinnungsstörungen, schweren Allgemeinerkrankungen, aktivem Rauchen und akuten Infektionen im Gesicht. Eine sorgfältige ärztliche Aufklärung und Anamnese ist Pflicht – die DGPRÄC empfiehlt, ein Facelift ausschließlich von qualifizierten Fachärztinnen und Fachärzten für Plastische Chirurgie durchführen zu lassen.

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Risiken & Nebenwirkungen

  • Nachblutung und Hämatombildung in den ersten 24–48 Stunden
  • Verletzung des Nervus facialis mit vorübergehender oder selten bleibender Schwäche der Mimik
  • sichtbare Narben entlang Haaransatz und Ohr
  • Haarausfall an den Schnittkanten und Taubheitsgefühl der Haut
  • Wundheilungsstörungen, Infektion und asymmetrisches Ergebnis

Kontraindikationen

  • Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • schwere Allgemeinerkrankungen, die eine Vollnarkose ausschließen
  • aktives Rauchen mit erhöhtem Risiko für Wundheilungsstörungen
  • akute Infektionen oder Hauterkrankungen im Gesichtsbereich
  • unrealistische Erwartungen oder unbehandelte psychische Belastung

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Was kostet ein Facelift?+

Ein komplettes SMAS-Facelift kostet rund 8.000–15.000 €, ein Mini-/MACS-Lift 4.000–8.000 € und ein Hals-Lift 5.000–9.000 €. Ein Liquid Facelift ohne OP liegt bei 500–3.000 €.

Wie lange hält ein Facelift?+

Ein operatives SMAS-Facelift hält in der Regel rund 8–10 Jahre. Die Haut altert danach normal weiter. Ein Liquid Facelift ohne OP hält je nach Methode nur 6–18 Monate.

Facelift mit oder ohne OP – was ist besser?+

Bei ausgeprägter Erschlaffung bringt nur die OP ein deutliches, langes Ergebnis. Bei leichter Erschlaffung können Fäden, HIFU oder Filler als Liquid Facelift genügen.

Ab welchem Alter ist ein Facelift sinnvoll?+

Operative Lifts werden meist ab Mitte 40 bis 60 durchgeführt. Bei beginnender Erschlaffung sind ab etwa 35–45 oft minimalinvasive Verfahren wie Fäden oder HIFU ausreichend.

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