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Fadenlifting Gesicht: Wirkung, behandelbare Zonen, Kosten & Fäden

Geprüft vonÄsthetikAtlas Redaktion· Redaktionsteam

Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2026.

Ein Fadenlifting strafft Wangen, Kinn, Jawline oder Hals mit resorbierbaren PDO- oder PLLA-Fäden – ohne Operation und mit minimaler Ausfallzeit. Die Behandlung dauert 30–60 Minuten und kostet je nach Zone und Fäden-Anzahl rund 700–4.000 €. Das Ergebnis hält 12–18 Monate, die Fäden lösen sich nach 6–9 Monaten auf.

Was ist ein Fadenlifting und wie wirkt es?

Beim Fadenlifting werden resorbierbare Fäden mit einer feinen Kanüle unter die Haut eingebracht, um erschlafftes Gewebe anzuheben und zu straffen – ohne Skalpell und ohne große Operation. Die Wirkung beruht auf zwei Effekten: Glatte Fäden und vor allem Anker- oder Cog-Fäden mit kleinen Widerhaken heben das Gewebe sofort mechanisch an. Gleichzeitig stimuliert das Fadenmaterial über Wochen und Monate die körpereigene Kollagen-Stimulation, sodass die Haut nachhaltig fester wird.

Zum Einsatz kommen überwiegend zwei Materialien: PDO (Polydioxanon) und PLLA (Poly-L-Milchsäure). Beide sind seit Jahren in der ästhetischen Medizin etabliert; die Fachgesellschaft GSAAM zählt das Fadenlifting zu den minimalinvasiven Straffungsverfahren.

Welche Zonen lassen sich behandeln?

Ein Fadenlifting eignet sich für leichte bis mittlere Erschlaffung an mehreren Gesichts- und Halszonen:

  • Wangen / Mittelgesicht: Anheben abgesunkener Wangenpartien, meist 6–8 Fäden.
  • Kinn- und Kieferkontur (Jawline): Definition der Konturlinie, oft 6–10 Fäden.
  • Augenbrauen (Brow-Lift): dezentes Anheben der äußeren Braue, ca. 6 Fäden.
  • Hals: Straffung der Halshaut, häufig in Kombination mit dem Gesicht (15–20 Fäden für Gesicht + Hals).

Kosten-Kurzüberblick

Die Kosten richten sich nach der Zone und der Anzahl der Fäden. Pro Faden liegen die Preise bei etwa 80–250 €. Die folgende Tabelle gibt einen schnellen Überblick:

ZoneFädenPreisHaltbarkeit
Augenbrauen / Brow-Lift~6700–900 €12–15 Mon
Wangen / Mittelgesicht6–8800–1.500 €12–18 Mon
Kinn-/Kieferkontur6–101.000–1.500 €12–18 Mon
Gesicht + Hals komplett15–201.500–4.000 €12–18 Mon

Eine ausführliche Aufschlüsselung steht auf der Seite zu den Fadenlifting-Kosten.

Welche Fäden? PDO vs. PLLA vs. Cog

Nicht jeder Faden wirkt gleich. Grob unterscheidet man drei Gruppen:

  • PDO-Fäden: Klassiker für den sofortigen Lift, lösen sich nach rund 6–9 Monaten auf. Anbieter wie MINT und V Soft arbeiten mit PDO.
  • PLLA-Fäden: setzen stärker auf den langfristigen Kollageneffekt; Silhouette Soft kombiniert PLLA mit Cog-Ankern.
  • Cog-Fäden (Widerhaken): Zugfäden mit kleinen Häkchen für stärkeren mechanischen Lift, etwa von APTOS.

Die Wahl hängt von Zone, Hautbeschaffenheit und gewünschtem Effekt ab und gehört in die Hand einer erfahrenen Fachärztin oder eines Facharztes.

Ablauf, Ausfallzeit & Haltbarkeit

Die Behandlung erfolgt unter Lokalanästhesie und dauert je nach Umfang 30–60 Minuten. Nach dem Eingriff sind eine leichte Schwellung sowie ein Spannungsgefühl für 3–5 Tage normal. Der Lift-Effekt hält in der Regel 12–18 Monate; die Fäden resorbieren nach 6–9 Monaten, der Kollageneffekt wirkt nach. Details zeigt die Seite zum Fadenlifting-Ablauf.

Fadenlifting vs. Filler vs. Facelift

Die drei Verfahren lösen unterschiedliche Probleme:

  • Fadenlifting strafft und hebt erschlafftes Gewebe an – ideal bei leichter bis mittlerer Erschlaffung.
  • Hyaluron-Filler füllen Volumen auf und glätten Falten, ohne zu straffen. Mehr dazu im Hyaluron-Überblick.
  • Facelift-OP ist die operative Lösung bei ausgeprägter Erschlaffung mit deutlich längerer Haltbarkeit, aber auch OP-Risiko und Ausfallzeit – siehe Facelift.

Risiken und Kontraindikationen

Ein Fadenlifting ist in der Regel gut verträglich, dennoch sind mögliche Risiken zu beachten: Hämatome, Schwellungen, Asymmetrien, sicht- oder tastbare Fäden sowie selten Infektionen. Nicht geeignet ist die Behandlung unter anderem bei akuten Infektionen im Behandlungsareal, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Blutgerinnungsstörungen oder Autoimmunerkrankungen. Eine ärztliche Aufklärung und Anamnese vor dem Eingriff ist Pflicht. Die DGÄPC empfiehlt, minimalinvasive Straffungen ausschließlich von qualifizierten Ärztinnen und Ärzten durchführen zu lassen.

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Risiken & Nebenwirkungen

  • Hämatome und Schwellungen für 3–5 Tage
  • Asymmetrie oder ungleichmäßiger Lift-Effekt
  • sicht- oder tastbare Fäden, vor allem bei dünner Haut
  • Spannungs- oder Fremdkörpergefühl in den ersten Tagen
  • Infektion oder Entzündung an der Einstichstelle

Kontraindikationen

  • akute Infektionen oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • Autoimmunerkrankungen oder bekannte Wundheilungsstörungen
  • Allergie gegen Bestandteile des Fadenmaterials

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Was ist ein Fadenlifting und wie wirkt es?+

Resorbierbare Fäden werden mit einer feinen Kanüle unter die Haut eingebracht. Sie heben das Gewebe sofort an (Anker-/Cog-Fäden) und regen über Monate die körpereigene Kollagenbildung an.

Welche Zonen lassen sich mit einem Fadenlifting behandeln?+

Typisch sind Wangen und Mittelgesicht, Kinn- und Kieferkontur (Jawline), die Augenbrauen sowie der Hals. Je Zone werden meist 6–20 Fäden gesetzt.

Wie lange hält ein Fadenlifting?+

Der Lift-Effekt hält in der Regel 12–18 Monate. Die Fäden selbst lösen sich nach 6–9 Monaten auf, der Kollageneffekt wirkt darüber hinaus nach.

PDO oder PLLA-Fäden – was ist besser?+

PDO-Fäden wirken eher für den sofortigen Lift, PLLA- und Cog-Fäden wie Silhouette Soft setzen stärker auf einen länger anhaltenden Kollageneffekt.

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