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Fadenlifting Ablauf: Behandlung, Ausfallzeit, Haltbarkeit & Risiken

Geprüft vonChi Chi Glow Redaktion· RedaktionsteamAktualisiert am 20. Oktober 2026

Kurz gesagt

Beim Fadenlifting bringt die Ärztin oder der Arzt Fäden mit Widerhaken oder Kegeln, meist aus PDO oder Polymilchsäure, über eine Nadel ins Gewebe ein, ambulant und in örtlicher Betäubung. Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse können laut VDÄPC einige Tage bis eine Woche sichtbar bleiben. Zur Wirkung nennt die Fachgesellschaft 6–12 Monate (2017) bis etwa 1–2 Jahre (2024). Langzeitdaten fehlen.

Wie läuft ein Fadenlifting ab?

Das Fadenlifting erfolgt laut der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) ambulant in örtlicher Betäubung. Die Ärztin oder der Arzt bringt Fäden mit Widerhaken oder Kegeln über eine Nadel in die zu liftende Zone ein und strafft das erschlaffte Gewebe daran. In ihrer Mitteilung von 2017 schreibt die VDÄPC, dass in der Regel zwei bis vier Fäden pro Gesichtshälfte gesetzt werden.

Die Fäden bestehen meist aus Polydioxanon (PDO) oder Polymilchsäure (PLA bzw. PLLA). Silhouette Soft etwa ist ein PLLA-Faden mit resorbierbaren Kegeln aus PLA und Glycolid. Fäden mit Widerhaken waren in einer Übersicht von 2025 mit mehr Komplikationen verbunden als glatte Fäden oder Fäden mit Kegeln.

Ärztin zeichnet vor dem Fadenlifting Linien auf die Wange einer PatientinKI-generiertes Bild
Vor dem Fadenlifting werden Zugrichtung und Eintrittspunkte angezeichnet (Symbolbild).

Phasen im Überblick

PhaseWas die VDÄPC dazu sagt
Vorbereitungblutverdünnende Mittel wie Aspirin nach Möglichkeit etwa zwei Wochen vorher weglassen, nur nach ärztlicher Rücksprache
Betäubungörtliche Betäubung, auf Wunsch kurzer Dämmerschlaf
Einbringen der Fädenin der Regel 2–4 Fäden pro Gesichtshälfte

Ausfallzeit und Nachsorge

Ein „Lunch-Time-Procedure“ sei das Fadenlifting eindeutig nicht, sagte Prof. von Heimburg 2017 für die VDÄPC, Ruhezeiten seien einzuhalten. Laut ihrer heutigen Patienteninformation können einzelne Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse einige Tage bis eine Woche sichtbar bleiben. Auf körperliche Belastung und Sport solltest du etwa eine Woche verzichten. Kleine Einziehungen oder Falten direkt nach der Behandlung sind laut VDÄPC erfahrungsgemäß nach spätestens einer Woche verschwunden.

Haltbarkeit und Folgebehandlung

Die VDÄPC nannte 2017 sechs bis zwölf Monate, in der 2024 aktualisierten Patienteninformation durchschnittlich etwa ein bis zwei Jahre, je nach Faden und Person verschieden. Eine systematische Übersicht von 2025 fand keine Langzeitdaten zur Wirksamkeit, die längste Nachbeobachtung dauerte zwei Jahre. Die Preise stehen auf der Seite zu den Fadenlifting-Kosten.

FadenAbbau im GewebeWirkungAngabe von
PDO (Nahtfaden PDS II)182–238 Tagekeine AngabeEthicon (Hersteller)
Silhouette Soft (PLLA-Faden mit Kegeln)Kegel 8–10 Monate, Faden 10–12 Monate18–24 Monate laut HerstellerAnwenderbericht in „face“, 2015

Grenzen der Methode und Arztwahl

Bei deutlichen Hautüberschüssen ist ein Fadenlifting laut VDÄPC nicht die Methode der Wahl. Dann verweist sie auf eine operative Straffung, ein Facelift als SMAS-Lifting. Welche Vorerkrankungen und Medikamente sonst eine Rolle spielen, klärt die Ärztin oder der Arzt im Vorgespräch.

In einer Metaanalyse von 2021 mit 26 Studien war Schwellung mit 35 % die häufigste Komplikation. Die VDÄPC weist außerdem darauf hin, dass die Punkt-zu-Punkt-Wirkung der Fäden zu unnatürlichen Ergebnissen führen kann, und rät, sich an einen „erfahrenen und geschulten Plastischen Chirurgen“ zu wenden.

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Risiken & Nebenwirkungen

  • Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse (VDÄPC: einige Tage bis eine Woche)
  • unnatürliches Ergebnis durch die Punkt-zu-Punkt-Wirkung (VDÄPC 2017)
  • Hauteinziehungen 10 %, sicht- oder tastbare Fäden 4 %, austretende Fäden 2 % (Metaanalyse 2021, 26 Studien)
  • Infektion 2 % (Metaanalyse 2021), bei resorbierbaren Fäden 2,49 % (Übersicht 2025)
  • Missempfindungen 6 %; ab 50 Jahren mehr Hauteinziehungen (16 % statt 5,6 %) und Infektionen (5,9 % statt 0,7 %) (Metaanalyse 2021)

Kontraindikationen

  • deutliche Hautüberschüsse, bei denen die VDÄPC ein Fadenlifting nicht für die Methode der Wahl hält
  • blutverdünnende Mittel wie Aspirin, die laut VDÄPC nach Möglichkeit etwa zwei Wochen vorher nicht eingenommen werden sollten, aber nur nach ärztlicher Rücksprache
  • weitere Vorerkrankungen und Medikamente klärt die Ärztin oder der Arzt im Vorgespräch

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Wie läuft ein Fadenlifting ab?+

Die Fäden werden über eine Nadel in die zu liftende Zone eingebracht, das erschlaffte Gewebe wird daran gestrafft. Laut VDÄPC (2017) sind es in der Regel zwei bis vier Fäden pro Gesichtshälfte.

Wie lange ist die Ausfallzeit nach einem Fadenlifting?+

Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse können laut VDÄPC einige Tage bis eine Woche sichtbar bleiben. Ruhezeiten solltest du laut VDÄPC einhalten.

Wie lange hält ein Fadenlifting?+

Die VDÄPC nannte 2017 sechs bis zwölf Monate, in ihrer Patienteninformation von 2024 durchschnittlich etwa ein bis zwei Jahre. Eine Übersicht von 2025 fand keine Langzeitdaten, die längste Nachbeobachtung dauerte zwei Jahre.

Ist ein Fadenlifting schmerzhaft?+

Behandelt wird in örtlicher Betäubung, auf Wunsch und je nach Indikation laut VDÄPC auch mit kurzem Dämmerschlaf. Druckschmerz danach trat in einer Übersicht von 2025 bei 10 % der Behandelten mit resorbierbaren Fäden auf.

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