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Fettabsaugung Ablauf: Tumeszenz, Kanülen, Heilung & Risiken

Geprüft vonÄsthetikAtlas Redaktion· Redaktionsteam

Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2026.

Bei der Fettabsaugung wird das Areal mit einer Tumeszenz-Lokalanästhesie betäubt und aufgequollen. Danach löst und entfernt die Ärztin das Fett mit feinen Kanülen. Der Eingriff dauert 1–3 Stunden. Anschließend trägt man 4–6 Wochen ein Kompressionsmieder. Die Ausfallzeit beträgt 1–3 Wochen, das Endergebnis zeigt sich nach 3–6 Monaten.

Wie läuft eine Fettabsaugung ab?

Die Fettabsaugung (Liposuktion) ist ein operativer Eingriff, der einem klaren Ablauf folgt. Zunächst werden die Problemzonen im Stehen markiert und fotodokumentiert. Anschließend wird das Areal mit einer Tumeszenz-Lokalanästhesie vorbereitet: Eine große Menge verdünnter Betäubungslösung quillt das Fettgewebe auf, betäubt es und verengt die Gefäße, was den Blutverlust reduziert.

Danach führt die Fachärztin oder der Facharzt feine, stumpfe Kanülen über wenige Millimeter kleine Hautschnitte ein, löst das Fett und saugt es mit Unterdruck ab. Je nach Areal-Anzahl dauert der Eingriff 1–3 Stunden. Bei größeren Volumina oder mehreren Zonen kann statt der Tumeszenz-Lokalanästhesie eine Dämmerschlaf- oder Vollnarkose sinnvoll sein.

Phasen und Dauer im Überblick

PhaseDauer
Beratung & Markierung15–30 Min
Tumeszenz-Lokalanästhesie20–40 Min
Fettabsaugung (je nach Areal)30–120 Min
Versorgung & Kompressionsmieder15–30 Min
Ausfallzeit (Alltag)1–3 Wochen

Kompressionsmieder, Heilung & Ergebnis

Direkt nach dem Eingriff wird ein Kompressionsmieder angelegt, das in der Regel 4–6 Wochen getragen wird – anfangs Tag und Nacht. Es stützt das Gewebe, reduziert Schwellungen und unterstützt eine gleichmäßige Hautstraffung. Schwellungen und Blutergüsse sind für 1–3 Wochen normal; viele kehren nach 5–10 Tagen in den Büroalltag zurück. Leichte Bewegung wird früh empfohlen, intensiver Sport und Sauna erst nach einigen Wochen.

Das Endergebnis zeigt sich erst nach 3–6 Monaten, wenn alle Schwellungen abgeklungen sind und sich die Haut zurückgezogen hat. Eine ergänzende Lymphdrainage kann die Heilung unterstützen. Die Kosten für Mieder und Nachsorge stehen auf der Seite zu den Körper- & Fett-Kosten.

Cellulite-Sitzung: so läuft die apparative Behandlung ab

Anders als die Fettabsaugung sind apparative Cellulite-Verfahren ambulant und ohne OP. Der Ablauf je Sitzung:

VerfahrenAblauf je SitzungAusfallzeit
Endermologie (LPG)30–45 Min Tiefenmassage im Spezialanzugkeine
Akustische Wellentherapie20–30 Min Schallwellen aufs Arealkeine
Morpheus8 (RF-Microneedling)30–60 Min, Betäubungscreme vorab1–3 Tage Rötung

Bei Morpheus8 wird die Haut vorab mit einer Betäubungscreme vorbereitet; danach ist mit einer leichten Rötung und kleinen Krusten für 1–3 Tage zu rechnen. Endermologie und akustische Wellentherapie erfordern keine Ausfallzeit. Alle drei Verfahren wirken nur in Serie – meist sind mehrere Sitzungen plus Erhaltungstermine nötig.

Risiken

Eine Fettabsaugung ist bei korrekter Indikation in der Regel gut beherrschbar, dennoch gibt es mögliche Risiken: Hämatome, Schwellungen und Druckschmerz, Dellen oder Konturunregelmäßigkeiten, vorübergehendes Taubheitsgefühl, Serome sowie selten Infektionen, Thrombosen oder Embolien. Apparative Cellulite-Verfahren tragen geringere Risiken, etwa Rötungen oder kleine Krusten nach Morpheus8. Eine sorgfältige Technik und Erfahrung senken das Risiko – die DGPRÄC empfiehlt, die Liposuktion ausschließlich von qualifizierten Fachärztinnen und Fachärzten für Plastische Chirurgie durchführen zu lassen.

Kontraindikationen

Nicht geeignet ist eine Fettabsaugung unter anderem in Schwangerschaft und Stillzeit, bei akuten Infektionen oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal, bei Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente, bei ausgeprägtem Übergewicht sowie bei schweren Herz-Kreislauf-, Leber- oder Autoimmunerkrankungen. Eine Liposuktion ersetzt keine Gewichtsabnahme, sondern modelliert lokale Depots. Eine ärztliche Anamnese und Aufklärung vor dem Eingriff sind verpflichtend. Die DGÄPC rät, vor jedem Körpereingriff eine umfassende Beratung wahrzunehmen. Bei überschüssiger Haut statt Fett kann eine Bauchdeckenstraffung oder ein Fadenlifting die geeignetere Option sein.

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Risiken & Nebenwirkungen

  • Hämatome, Schwellungen und Druckschmerz für 1–3 Wochen
  • Dellen, Konturunregelmäßigkeiten oder Asymmetrien
  • vorübergehendes Taubheitsgefühl im Behandlungsareal
  • Serome (Flüssigkeitsansammlungen) oder verzögerte Wundheilung
  • selten Infektionen, Thrombosen oder Embolien

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • akute Infektionen oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal
  • Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • ausgeprägtes Übergewicht (Liposuktion ersetzt keine Gewichtsabnahme)
  • schwere Herz-Kreislauf-, Leber- oder Autoimmunerkrankungen

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Wie läuft eine Fettabsaugung ab?+

Das Areal wird mit Tumeszenz-Lokalanästhesie betäubt und aufgequollen, danach löst und entfernt die Ärztin das Fett mit feinen Kanülen. Der Eingriff dauert je nach Umfang 1–3 Stunden.

Wie lange ist die Ausfallzeit nach einer Fettabsaugung?+

Meist 1–3 Wochen. Schwellungen und Blutergüsse klingen in dieser Zeit ab, das Kompressionsmieder wird 4–6 Wochen getragen. Das Endergebnis zeigt sich nach 3–6 Monaten.

Wie lange muss man das Kompressionsmieder tragen?+

In der Regel 4–6 Wochen, anfangs Tag und Nacht. Es stützt das Gewebe, reduziert Schwellungen und unterstützt eine gleichmäßige Hautstraffung.

Wie läuft eine Cellulite-Sitzung ab?+

Apparative Cellulite-Verfahren wie Endermologie oder Morpheus8 erfolgen ambulant ohne OP. Eine Sitzung dauert 20–60 Minuten, danach ist man meist sofort wieder gesellschaftsfähig.

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