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Nasenkorrektur Ablauf: OP, Heilung, Nasenschiene & Risiken

Geprüft vonÄsthetikAtlas Redaktion· Redaktionsteam

Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2026.

Eine Nasenkorrektur erfolgt nach Beratung und Planung in Vollnarkose und dauert 1,5–3 Stunden – offen oder geschlossen. Danach stabilisiert eine Nasenschiene die Nase rund 14 Tage, Fäden werden nach 7–10 Tagen gezogen. Gesellschaftsfähig sind die meisten nach 2–3 Wochen; die feine Restschwellung bildet sich über Monate zurück.

Wie läuft eine Nasenkorrektur ab?

Eine Nasenkorrektur beginnt nicht im OP, sondern in der Beratung und Planung. Dabei werden Wünsche, anatomischer Befund und die Funktion der Nasenatmung besprochen, oft mit Fotodokumentation und gegebenenfalls einer HNO-Untersuchung bei funktionellen Beschwerden. Der eigentliche Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose und dauert je nach Aufwand 1,5–3 Stunden.

Der Operateur wählt zwischen zwei Zugängen:

  • Geschlossene Rhinoplastik: Alle Schnitte liegen im Naseninneren, ohne sichtbare Narbe – geeignet für kleinere Korrekturen und Nasenspitzen.
  • Offene Rhinoplastik: Ein kleiner Schnitt am Nasensteg (Columella) gibt beste Sicht auf die Strukturen – Standard bei komplexen Korrekturen und Nachkorrekturen.

Knochen und Knorpel werden anschließend geformt – moderne Praxen nutzen dabei die schonende Piezo-/Ultraschall-Technik sowie Spreader Grafts zur Stabilisierung. Reicht das Knorpelmaterial nicht aus, kommt Rippenknorpel zum Einsatz. Zum Abschluss wird die Nase mit einer Nasenschiene stabilisiert.

Heilung & Nachsorge im Zeitverlauf

EtappeZeitraum
Operation (Vollnarkose)1,5–3 h
Tamponaden (falls verwendet)1–2 Tage
Klinikaufenthaltambulant / 1 Nacht
Hautfäden ziehennach 7–10 Tagen
Nasenschiene tragen~14 Tage
Gesellschaftsfähignach 2–3 Wochen
Rückbildung der RestschwellungWochen bis Monate

Heilung & Nachsorge

In den ersten Tagen sind Schwellungen und Blutergüsse rund um Nase und Augen normal; Kühlen und Hochlagern des Kopfes lindern sie. Die Nasenschiene bleibt rund 14 Tage, danach wirkt die Nase oft noch geschwollen. Auf Sport, Sauna, Sonne und das Tragen einer Brille auf dem Nasenrücken sollte je nach ärztlicher Vorgabe mehrere Wochen verzichtet werden. Gesellschaftsfähig sind die meisten nach 2–3 Wochen. Das endgültige Ergebnis zeigt sich erst, wenn sich die feine Restschwellung an der Nasenspitze über mehrere Monate vollständig zurückgebildet hat. Die Kosten des Eingriffs stehen auf der Seite zu den Nasenkorrektur-Kosten.

Risiken

Eine Nasenkorrektur ist ein operativer Eingriff und in der Regel gut planbar, dennoch sind mögliche Risiken zu beachten: Nachblutung und Hämatome, eine ausgeprägte und langwierige Schwellung, eine vorübergehende oder anhaltende Atembehinderung, Asymmetrien sowie ein unbefriedigendes Ergebnis, das eine Revision (Nachkorrektur) erforderlich machen kann. Hinzu kommen Wundheilungsstörungen, Infektionen und Narbenbildung. Eine sorgfältige Technik, realistische Erwartungen und eine erfahrene Fachärztin oder ein Facharzt senken das Risiko – die DGPRÄC betont den Wert einer sorgfältigen Indikationsstellung und Aufklärung.

Kontraindikationen

Nicht oder nur eingeschränkt geeignet ist eine Nasenkorrektur unter anderem bei noch nicht abgeschlossenem Nasenwachstum (in der Regel unter 16–18 Jahren), bei akuten Infekten der Nasennebenhöhlen oder im Gesichtsbereich, bei schweren Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei unrealistischen Erwartungen oder einer körperdysmorphen Störung. Eine ärztliche Anamnese und Aufklärung vor dem Eingriff sind verpflichtend. Wer nur kleine Unebenheiten ausgleichen möchte, findet in der Nasenkorrektur ohne OP mit Hyaluron eine nicht-operative Alternative. Einen Gesamtüberblick gibt die Nasenkorrektur-Übersicht.

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Risiken & Nebenwirkungen

  • Nachblutung und Hämatome rund um Nase und Augen
  • ausgeprägte Schwellung über Wochen bis Monate
  • vorübergehende oder anhaltende Behinderung der Nasenatmung
  • Asymmetrien oder unbefriedigendes Ergebnis mit Revisionsbedarf
  • Wundheilungsstörungen, Infektion oder Narbenbildung

Kontraindikationen

  • noch nicht abgeschlossenes Nasenwachstum (in der Regel unter 16–18 Jahren)
  • akute Infekte der Nasennebenhöhlen oder im Gesichtsbereich
  • schwere Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • unrealistische Erwartungen oder körperdysmorphe Störung

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Wie läuft eine Nasenkorrektur ab?+

Nach Beratung und Planung erfolgt der Eingriff in Vollnarkose. In offener oder geschlossener Technik werden Knochen und Knorpel geformt, danach stabilisiert eine Nasenschiene die Nase. Die OP dauert 1,5–3 Stunden.

Wie lange muss die Nasenschiene getragen werden?+

Die Nasenschiene bleibt in der Regel rund 14 Tage. Hautfäden am Nasensteg werden nach 7–10 Tagen entfernt. Tamponaden, falls verwendet, werden meist nach 1–2 Tagen gezogen.

Wann ist man nach einer Nasen-OP wieder gesellschaftsfähig?+

Die meisten sind nach 2–3 Wochen gesellschaftsfähig. Die deutliche Schwellung lässt in den ersten zwei Wochen nach, die feine Restschwellung an der Spitze kann sich über Monate zurückbilden.

Ist eine Nasenkorrektur schmerzhaft?+

Der Eingriff selbst erfolgt in Vollnarkose. Danach stehen eher ein Druck- und Spannungsgefühl sowie eine behinderte Nasenatmung im Vordergrund; Schmerzen lassen sich in der Regel gut mit Medikamenten kontrollieren.

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