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PRP-Behandlung Ablauf: Blutabnahme, Zentrifugation, Injektion & Microneedling

Geprüft vonÄsthetikAtlas Redaktion· Redaktionsteam

Zuletzt aktualisiert am 28. Juni 2026.

Beim PRP-Ablauf werden zunächst 8–30 ml Eigenblut abgenommen und in der Zentrifuge zu plättchenreichem Plasma aufbereitet. Anschließend wird das PRP injiziert oder beim Vampir-Lifting mit dem Dermapen in die Haut eingearbeitet. Eine Sitzung dauert 30–60 Minuten, eine Rötung hält 1–3 Tage. Üblich sind 3–4 Sitzungen im Abstand von 4–6 Wochen.

Wie läuft eine PRP-Behandlung ab?

Der Ablauf ist minimalinvasiv und folgt einem klaren Schema. Zunächst werden Haut und Behandlungszonen gereinigt; bei Bedarf wird eine betäubende Creme aufgetragen. Dann erfolgt die Blutabnahme von meist 8–30 ml Eigenblut – wie bei einer normalen Blutentnahme. Das Röhrchen kommt in die Zentrifuge, die das Blut über einige Minuten in seine Bestandteile trennt; abgenommen wird das plättchenreiche Plasma (PRP). Diese Aufbereitung stellt das Konzentrat mit den Wachstumsfaktoren bereit.

Anschließend wird das PRP injiziert oder beim Vampir-Lifting mit einem Dermapen in die Haut eingearbeitet: Die feinen Mikrokanäle des Microneedlings schleusen das Plasma tiefer ein und verstärken die Kollageninduktion. Eine Sitzung dauert insgesamt 30–60 Minuten.

Phasen und Dauer im Überblick

PhaseDauer
Beratung & Reinigung10–15 Min
Betäubungscreme (Einwirkzeit)15–20 Min
Blutabnahme5 Min
Zentrifugation & Aufbereitung8–15 Min
Injektion / Einarbeiten mit Dermapen15–30 Min
Rötung / Ausfallzeit1–3 Tage

Sitzungen und Auffrischung

Eine einzelne Sitzung reicht meist nicht aus. Für ein sichtbares Ergebnis sind in der Regel 3–4 Sitzungen nötig, jeweils im Abstand von 4–6 Wochen. Erste Effekte zeigen sich oft nach 1–2 Wochen, das volle Resultat nach einigen Wochen. Da die Wirkung kur-abhängig ist, wird zum Erhalt meist 1–2× pro Jahr aufgefrischt.

SitzungAbstandZiel
Sitzung 1–3je 4–6 WochenKollagenaufbau (Grundkur)
Sitzung 4 (optional)4–6 WochenVerstärkung des Ergebnisses
Auffrischung1–2× pro JahrErhalt des Resultats

Die Kosten der einzelnen Sitzungen und Kur-Pakete stehen auf der Seite zu den PRP- & Microneedling-Kosten.

Ausfallzeit und Nachsorge

Die Ausfallzeit ist in der Regel gering. Eine Rötung, ein Wärmegefühl und eine leichte Schwellung sind für 1–3 Tage normal – ähnlich einem leichten Sonnenbrand. Kleine Hämatome an den Einstichstellen können vorkommen. In dieser Zeit sollte man auf intensiven Sport für rund 2–3 Tage, auf Sauna sowie auf direkte Sonne für bis zu zwei Wochen verzichten und die Haut konsequent mit Sonnenschutz versorgen. Make-up wird meist erst am Folgetag empfohlen.

Risiken

PRP und Microneedling sind in der Regel gut verträglich, dennoch gibt es mögliche Risiken: Rötung, Schwellung und Wärmegefühl für 1–3 Tage, kleine Hämatome an den Einstichstellen, vorübergehende Empfindlichkeit sowie selten Infektionen. Bei dunklerem Hauttyp kann Microneedling vorübergehend die Pigmentierung verschieben. Eine saubere Technik, steriles Arbeiten und ein CE-zertifiziertes PRP-System senken das Risiko. Die DGÄPC empfiehlt, Eigenblut- und Needling-Verfahren nur von qualifizierten Ärztinnen und Ärzten durchführen zu lassen.

Kontraindikationen

Nicht geeignet ist eine PRP- oder Microneedling-Behandlung unter anderem bei Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von Antikoagulanzien (Blutverdünner), bei akuten Infektionen, aktiver Akne oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Autoimmun- oder schweren Bluterkrankungen und aktiven Tumorerkrankungen sowie bei bekannten Wundheilungsstörungen oder Keloidneigung. Eine ärztliche Anamnese und Aufklärung vor der Behandlung sind verpflichtend. Beim Einsatz gegen Haarausfall ist zudem eine dermatologische Diagnose sinnvoll – die DDG bewertet die Evidenz für PRP bei androgenetischer Alopezie als noch begrenzt. Einen Überblick über alle Methoden gibt die PRP- & Microneedling-Übersichtsseite.

Risiken, Nebenwirkungen & Kontraindikationen

Mögliche Risiken & Nebenwirkungen

  • Rötung, Schwellung und Wärmegefühl für 1–3 Tage
  • kleine Hämatome oder punktförmige Einblutungen an den Einstichstellen
  • vorübergehende Hautempfindlichkeit oder Spannungsgefühl
  • selten Infektion oder Entzündung an Einstich- bzw. Needling-Stellen
  • bei Microneedling mögliche vorübergehende Pigmentverschiebung bei dunklerem Hauttyp

Kontraindikationen

  • Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von Antikoagulanzien (Blutverdünner)
  • akute Infektionen, aktive Akne oder Hauterkrankungen im Behandlungsareal
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Autoimmun- oder schwere Bluterkrankungen, aktive Tumorerkrankung
  • bekannte Wundheilungsstörungen oder Keloidneigung

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Wie läuft eine PRP-Behandlung ab?+

Nach der Blutabnahme von 8–30 ml wird das Blut in der Zentrifuge zu plättchenreichem Plasma aufbereitet. Anschließend wird das PRP injiziert oder mit dem Dermapen eingearbeitet. Eine Sitzung dauert 30–60 Minuten.

Wie lange ist die Ausfallzeit nach PRP?+

Meist gering: Eine Rötung, leichte Schwellung und ein Wärmegefühl halten 1–3 Tage an. Auf intensiven Sport, Sauna und direkte Sonne sollte man einige Tage bis zwei Wochen verzichten.

Ist eine PRP-Behandlung schmerzhaft?+

Vor dem Einarbeiten wird meist eine betäubende Creme aufgetragen, sodass die Behandlung in der Regel gut auszuhalten ist. Ein leichtes Brennen oder Kribbeln ist möglich.

Wie viele PRP-Sitzungen sind nötig?+

Üblich sind 3–4 Sitzungen im Abstand von 4–6 Wochen. Zum Erhalt des Ergebnisses wird meist 1–2× pro Jahr aufgefrischt.

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